Sound of Kiez

Müller, Meier, Schneider – seit Jahren führen sie unangefochten die Liste der häufigsten Familiennamen in Deutschland an. Kombiniert mit den häufigsten Vornamen (google sagt: Ursula/Karin/Helga bzw. Peter/Michael/Thomas) lässt sich vermutlich bei jedem zweiten Deutschen ein Treffer im jeweiligen Bekannten- und Verwandtenkreis herstellen. Namensdopplungen sind nicht selten, die Peter Schneiders, Thomas Müllers und Karin Meiers dieser Welt tragen sie – zumindest die, die ich kenne – mit Gelassenheit.  IT Systeme der Großunternehmen, in denen viele Menschen und manchmal auch solche gleichen Namens arbeiten, erfinden kreative Lösungen für Mailanschriftenvergabe wie Karin.Mueller2 oder auch Karin.Ka.Mueller. Das Wort „Namensvetter“ wiederum lässt an Familie erinnern, es hört sich gemütlich an, so zu heißen wie jemand anderes. Wir fühlen uns irgendwie verbunden. Als ich kurz nach Gründung meines Blogs das „The Sound of Work“-Projekt kennenlernte, hat mich das daher auch vor allem erstmal eins gemacht: neugierig auf die Gedanken anderer zu dem, was Rhythmus und Sound im Arbeitsleben bedeutet.

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Ist das Team noch im Boot?

Dieser Sommer ist ein Sommer ist ein Sommer. Eigentlich super… oder? Ehrlicherweise bin ich jedoch bei 30 Grad plus ganz schön aus dem persönlichen Wohlfühl-Takt und sehne mich nach kühleren Temperaturen. Es muss ja nicht gleich hitzefrei sein, aber Hand aufs Herz: Die meisten passen nach Möglichkeit in der Hitze ihren Arbeits- und Lebensrhythmus an – durch früheres Aufstehen, kürzere Arbeitstage vielleicht, oder weniger meetings. Homeoffice mit Eistee. Wir sind eben Menschen, und trotz aller Technik in Abhängigkeit von der Umwelt, die uns umgibt.

Meinen Hut ziehe ich vor denjenigen, deren Höchstleistung trotz aller Widrigkeiten der Umwelt wie Hitze oder auch Regen gefragt ist. Den Leichtathletik-Profis zum Beispiel, die derzeit bei 34 Grad in Berlin zu Hochform auflaufen. Wie geht das bloß mit der Perfomance in solchen Wettbewerben? Wie steuert der Profisportler seinen Rhythmus aus Leistung und Erholung?

Mit diesen Fragen nahm ich mit der einzigen Person, die mich mit der Welt des Leistungssports verbindet, Kontakt auf.

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3 mal x = Auszeitformel

Endlich Urlaub! Sonne, Sonne, Strand – könnte das nicht ewig so weitergehen? Ein #Sabbatical müsste mal her, um richtig zu entspannen! …habe ich auch oft gedacht und irgendwann: einfach gemacht. Meine Empfehlung für jede Auszeit: Eine gute Struktur und realistische Wünsche helfen, innerlich zur Ruhe zu kommen. Auch ohne Meer und Strand.Weiterlesen »

Mit Laurent über Stille sprechen

question parlez-vous francais? do you speak french?

Ich habe einen Französisch Kurs angefangen, nach vielen Jahren ist es an der Zeit, mal wieder über „Je m’appelle“ und „Oui, je comprends un petit peu“ hinauszukommen. Voilà, da sitze ich schon im Kurs mit vier anderen motivierten Frauen unterschiedlichen Alters. Öffentlich finanzierte Erwachsenenbildung fühlt sich ein bisschen an wie ein Besuch in der eigenen Jugend und löst in mir das Gefühl von Sicherheit und Altbekanntem aus. Das Ambiente im Treppenhaus ist linoleum-gebohnert-altbauig und ein ganz kleines bisschen auch bürokratisch deutsch, mit garantiert vom Brandschutz abgenommenen Infokästen zu Räumen und Kursnummern.

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Ich. darf. schlafen.

Man sleeping in bed

Zum Beispiel Christiano Ronaldo.

Einer der Leistungsträger im Fußball, die nicht mehr in Russland mitspielen dürfen, das konnten wir am Samstag im Spiel Portugal-Uruguay sehen. Den Bildschirm in der Kneipe eher nebenbei verfolgend, flackerte in meinem Gehirn in der Abteilung „unnützes Wissen“ die irgendwann (in der Zeitung? bei facebook? Spiegel online?) gefundene Information zu Christiano Ronaldos Schlafgewohnheiten auf. Ein gutes Thema für Smalltalk@Fußball. Aber auch wert, weiter verfolgt zu werden, denke ich und beginne zu recherchieren. Schließlich ist doch unser Wach- und Schlafrhythmus das erste, was unseren Tag grob in „Leistung“ und „Erholung“ gliedert und uns irgendwie einen Takt gibt.

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…und wie klingt dein Job?

Sounds bestimmen unseren Alltag. Die bekannten Geräusche zuhause, das Summen des Kühlschranks, das Ticken der Wanduhr und das Plätschern der Dusche nehmen wir kaum noch wahr, obwohl sie uns täglich umgeben. Wir empfinden manche Stimmen als besonders sympathisch und erkennen das Auto des Nachbarn. Wir können Vogelgezwitscher von Hundegebell unterscheiden und lernen irgendwann, dass lautes Klatschen positiver Zuspruch ist, wir es aber zwischen den Sätzen einer Sinfonie besser unterlassen sollten. Weiterlesen »